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Feierliche Einführung von Pfarrerin Anna Bamberger in der Trinitatiskirche

 

Eine große erwartungsvolle Gemeinde, zahlreiche Ehrengäste, Freunde und Verwandte von nah und fern, Vereinsvertreter des Stadtteils und Kinder des Kindergartens waren am Sonntag 11.3.2018 in unserer 525 Jahre alten Trinitatiskirche zusammengekommen, um Pfarrerin Anna Bamberger und Ihre Familie herzlich in Rottenbauer zu begrüßen. Nach eineinhalb Jahren der Vakanz ist die Pfarrstelle unserer evangelischen Kirchengemeinde, die es seit dem Jahr 1606 gibt, nun zum 56. Mal besetzt worden!

Musikalisch bereichert wurde der festliche Gottesdienst vom Chor der Kirchengemeinde unter der Leitung von Leonhard Klimpcke sowie von einer Kindergruppe und den Erzieherinnen des Kindergartens Abenteuerland.

Den feierlichen Einzug ins Gotteshaus begleiteten die vier prächtigen Fahnenabordnungen der Vereine Rottenbauers. Pfarrer Max von Egidy, der Vakanzvertreter, begrüßte herzlich zum Festgottesdienst und anschließend wurde Anna Bamberger von Dekanin Dr. Edda Weise in ihr neues Amt ein-geführt. In das Zentrum ihrer Ansprache stellte Dekanin Weise sehr treffend die freudige Erwartung des Sonntags Laetare, des „kleinen Osterns“: Freut Euch! Und ja, unsere Gemeinde und ihre neue Pfarrerin freuen sich sehr auf eine lebendige Gemeinschaft und ein gesegnetes Miteinander.

Pfarrer Gerhard Zellfelder verlas die Urkunde von Landesbischof Heinrich Bedford Strohm. Dekanin Weise nahm daraufhin die feierliche Einsetzung vor und legte Pfarrerin und Gemeinde einander nachdrücklich ans Herz.

In ihrer mitreißenden Predigt zu Johannes 12, 20-26 nahm Anna Bamberger den roten Faden des „Laetare“ mitten in der Passionszeit, auf halbem Weg zu Ostern, erneut auf:

„Freu dich! Mitten in dieser traurigen Zeit. Erst auf der Hälfte des Weges: freu dich!“ Sie ermutigte die Gottesdienstbesucher, sich trotz aller Leiden, trotz Chaos und Veränderungen, trotz der Tatsache „dass das Leben nicht immer ein Marsch über den roten Teppich ist“ zu freuen. Freuen - warum? Weil sogar im Sterben neues Leben begriffen ist.

Jesus hat gesagt: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. „Und so geht er einen ganz schweren Weg. Er lässt sich weh tun, er stirbt, so wie das Weizenkorn, das in die Erde fällt.“ Aber: „das Weizenkorn, das in die Erde fällt, platzt nicht einfach so auf. Der Halm quält sich nicht umsonst durch die Erde ans Licht. Er wächst nicht ohne Grund. Am Ende trägt er Frucht.“ „Freu dich – Jesus geht den Weg nicht umsonst. Richte den Blick auf das Osterfest das kommt - freu dich und feiere das Leben.“

Ihren gebannt lauschenden Zuhörern gab die Pfarrerin mit auf dem Weg: „Liebe Gemeinde, welch ein schöner Tag, um unseren gemeinsamen Weg zu beginnen. Mögen wir an vielen Tage wie auf einem roten Teppich laufen. Möge an allen anderen Tagen uns der Duft von frischen Brot in der Nase sein. Das Weizenkorn fiel in die Erde, es wuchs neues Leben daraus. Wir dürfen gewiss sein, es wird Ostern werden.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden der neuen Pfarrerin noch Grußworte mit vielen guten Wünschen und Geschenke dargebracht. Bürgermeisterin Schäfer Blake gratulierte herzlich, lobte die verschiedenen Facetten Rottenbauers und freut sich auf ein neues Gesicht beim Zusammenwirken von Stadt und Kirche. Pfarrer Alfred Kraus überbrachte die Grüße der katholischen Schwestergemeinde und würdigte das gute und umfangreiche ökumenische Miteinander im Stadtteil.

Der Kirchenvorstand der Trinitatiskirche dankte zunächst Pfarrer Max von Egidy von Herzen für die ausgezeichnete Betreuung in den zurückliegenden Monaten. Dann wurde mit großer Freude Pfarrerin Bamberger begrüßt und betont, wie glücklich die Gemeinde über ihre neue Seelsorgerin ist. Auch der Kirchenvorstand der Gethsemanegemeinde Heuchelhof gratulierte herzlich. Schließlich begrüßte das Erzieherteam unseres Evangelischen Kindergartens mit einem Lied.

Nach dem offiziellen Ende der Amtseinführung konnte man noch bei einem Stehempfang im Gemeindesaal einen zwanglosen Gedankenaustausch pflegen. Eine fröhliche Festgemeinde war hier beisammen und freute sich über den wunderbaren Festtag.

Der herzliche Dank des Kirchenvorstands gilt allen Helfern, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben!

 

Text von Regine Neuhauser-Riess